Die letzten Worte

Abschiedsbriefanalyse und ihre Notwendigkeit

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
2. Suizid
3. Bedeutung von Abschiedsbriefen
3.1. Verfasser
3.2. Hinterbliebene
4. Analyse von Abschiedsbriefen
4.1. Abschiedsbriefforschung
4.2. Kognitive Einengung
4.3. Geschlechtsspezifische Unterschiede
4.4. Altersspezifische Unterschiede
4.5. Sonstige demografische Unterschiede in Abschiedsbriefen
5. Alternative Abschiedsnachrichten
6. Suizid ohne Abschiedsbrief
7. Schluss
8. Bibliografie
9. Abbildungsverzeichnis

1.    Einleitung

 Ein Abschiedsbrief ist etwas Besonderes und sehr Seltenes. Es sind die letzten niedergeschriebenen Worte eines Menschen. Dieser Nachlass an die Nachwelt ist nicht nur Zeugnis der letzten Gedanken, sondern gibt vor allem auch oft Aufschluss über die Hintergründe seines Todes. Dabei muss man aber im Vorhinein zwischen verschiedenen Arten eines Abschiedsbriefes unterscheiden. Abschied von jemandem oder etwas kann man auch nehmen, wenn man noch weiterleben will. So verabschieden sich manche Menschen schriftlich von ihren ehemaligen Geliebten[1] nachdem sie sich getrennt haben, von ihren Verwandten aufgrund einer weiten Reise, oder von ihren Autos, da sie dieses nach langer Zeit verkauften[2]. Oft haben solche Briefe auch einen Selbstzweck, da sie den Verfassern helfen ihre Gedanken zu ordnen und den Abschied zu erleichtern. Sie unterscheiden sich jedoch wesentlich von Schriften von Menschen, die kurz vor dem Tod standen, wie Selbstmördern oder zum Tode Verurteilten. Diese hinterlassen wiederum sehr unterschiedliche Abschiedsbriefe. Der Grund liegt vor allem darin, dass Verurteilte keinen Wunsch hegen zu sterben. In ihren Briefen haben sie sich zwar zumeist damit abgefunden, dass sie sterben werden, behandeln in ihren Briefen aber andere Themen und sehen ihren Tod nicht positiv.

Ich werde mich in dieser Arbeit rein auf Abschiedsbriefe von Suizidenten konzentrieren, da die Komplexität dieser genügen kann um den Rahmen dieser Arbeit  zu sprengen. Auch hat sich die Abschiedsbriefforschung auf Abschiedsbriefe von Suizidente spezialisiert, da diese aufgrund ihres Todeswunsches eine bestimmte Eigenheit besitzen, die sie dank der kognitiven Einengung zwischen echten und unechten Abschiedsbriefen unterscheiden lassen. Außerdem konzentriere ich mich auf mitteleuropäische, vorwiegend österreichische Daten über Suizide und Abschiedsbriefe.

Ein persönliches Interesse an dieser Art der Abschiedsbriefforschung liegt darin begründet, dass sich meine Mutter vor einem Jahr das Leben genommen hat. Sie hat dabei keinen Abschiedsbrief hinterlassen, jedoch einige Tage vor ihrem Tod eine Nachricht an meinen Vater geschickt, in welchem der Todeswunsch im Nachhinein herausgelesen werden konnte.

2.    Suizid

Der Begriff Suizid stammt aus dem lateinischen „sui cidium“, was „Mord an sich (selbst)“ bedeutet[3] und bezeichnet die „willentliche Beendigung des eigenen Lebens durch eine selbstbestimmte Handlung oder durch das Unterlassen einer Handlung.“[4] Weitere Bezeichnungen sind Selbstmord (dieser Begriff wird von manchen als diffamierend gewertet), Freitod (dieser Begriff, aus Nietsches „Vom Freien Tod“ gebildet, wird oft als idealisierend bezeichnet und deshalb eher vermieden) oder Selbsttötung.

Eine genauere Einteilung der Suizidenten trifft Ronald Comer, indem er vier Arten von Persönlichkeiten, nämlich Todessuchende, Todesinitiatoren, Todesverächter und Todesherausforderer definiert. Todessuchende erfüllen zielstrebig ihren Todeswunsch. Toddesinitiatoren sind z.B. durch Alter oder Krankheit sterbende, die den Prozess nur beschleunigen möchten. Todesverächter erwarten durch ihre Tat ein besseres und glücklicheres Leben und Todesherausforderer wählen eher Suizidmethoden, die nicht immer zum Tod führen, um bei anderen Schuldgefühle hervorzurufen. Misslungene Suizidversuche nennt man Parasuizide[5].

Ein Großteil der Suizidenten leidet zum Zeitpunkt ihrer Handlung an einer Krankheit, entweder einer physischen, wie z.B. unheilbarem Krebs, oder einer psychischen, wie z.B. Depression oder durch Alkoholabhängigkeit bedingten Psychosen.[6] Das Erstere ist der Hauptgrund für die hohe Suizidrate bei älteren Menschen. So ergeben Suizidstatistiken, dass Männer (23,8 pro 100.000 Ew) etwa dreimal so oft Suizid begehen als Frauen (7,1 pro 100.000 Ew) und das Suizidrisiko bei steigendem Alter, besonders bei Männern, zunimmt. Alte Männer haben ein 10-fach höheres Risiko an Suizid zu sterben als die Durchschnittsbevölkerung (s.Abb.1).[7] Die Zahl der Suizidversuche hingegen ist bei Frauen höher als bei Männern: „Aufgrund der großen Dunkelziffer von Suizidversuchen, die von vielen Autoren mindestens auf das Fünffache der Suizidzahl geschätzt wird, lassen sich dazu keine genauen Zahlen angeben.“ Weitere Risikogruppen, bei welchen die Suizidrate erhöht ist, sind verwitwete, geschiedene und arbeitslose Personen, sowie Menschen aus niedrigeren sozialen Schichten.[8]

Insgesamt gesehen sinkt die Zahl der Suizide in Österreich (2007: 1280[9]) seit 1987 kontinuierlich, ist aber dennoch fast doppelt so hoch wie die Zahl der Verkehrstoten in Österreich (2007: 691[10]). Im Europavergleich liegt Österreich aber dennoch im Mittelfeld. Wien konnte seine Suizidrate durch erfolgreiche Suizidpräventionsarbeit auf die durchschnittliche, und von der WHO zum Ziel gesetzte, europäische Suizidrate von 15 Suizide pro 100.000 Einwohner reduzieren und hat die niedrigste Suizidrate Österreichs.[11]

Was die Suizidmethoden betrifft, bevorzugen 35% aller Frauen und 50% aller Männer das Erhängen. An zweiter Stelle bei Frauen, steht das Vergiften und bei Männern das Erschießen, welches durch die Einführung des strengeren Waffengesetzes 1997 abgenommen hat.[12]

Abschiedsbriefe spielen bei der Suizidforschung zwar eine untergeordnete, aber wichtige Rolle. Die Tatsache, dass nur etwa 15 – 25%[13] (eine andere Schätzung ergab  4 – 43%[14]) aller Suizidenten Abschiedsbriefe hinterlassen, und davon nur etwa ein Drittel der Angehörigen diese zu wissenschaftlichen Untersuchungen freigeben, erschwert eine wissenschaftliche Analyse, die sich an die anderen Suizidenten übertragen lässt. Doch die Ergebnisse geben viel Aufschluss über die Beweggründe der Suizidenten, sowie deren letzte Gedanken und Gefühle.

3.    Bedeutung von Abschiedsbriefen

 Egal an wen Abschiedsbriefe gerichtet sind, sie erfüllen zumeist einen wichtigen Zweck, sei er für seine Adressaten oder bloß ihre Verfasser.

3.1. Verfasser

Sobald jemand mit suizidalen Absichten anfängt einen solchen Brief zu schreiben hat er die Absicht sich das Leben zu nehmen schon gefasst. Der Sinn dieser Niederschrift entspricht also im seltensten Fall einer Pro/Contra Liste. Vielmehr richten sich diese Briefe an ihre potentiellen Leser. So wollen viele mit ihren letzten Worten ein bestimmtes Bild ihrer selbst zeichnen, damit sich die Nachwelt in dieser Form an sie erinnert und ihrer gedenkt. Einige versuchen ihre Tat zu rechtfertigen und bitten um Vergebung.[15] Für viele hat ein Abschiedsbrief aber auch eine kathartische Wirkung, so dass sie ihre Gedanken niederschreiben und all den Ballast, der ihnen keine Ruhe lässt abwerfen können.[16] Ein Abschiedsbrief kann daher für viele Selbstmörder ein wichtiger Schritt vor der Tat sein, der ihnen ermöglicht das Leben endgültig loszulassen. In diesem Zug versuchen daher einige auch letztwillige Verfügungen unterzubringen.

Wenn man betrachtet an wen Abschiedsbriefe gerichtet sind (etwa zwei Drittel an Familienangehörige und Freunde und zu einem Drittel an die Allgemeinheit[17]), erkennt man, dass das Hauptinteresse zwar daran liegt bestimmten Personen etwas mittzuteilen, aber ein essentieller Teil der Verfasser keinen Adressaten angibt. Dies unterstützt die Hypothese, dass manche Suizidenten Abschiedsbriefe um ihrer selbst Willen schreiben.

 3.2.    Hinterbliebene

Die Hinterbliebenen sind zwar meistens die Leser eines Abschiedsbriefes aber nicht immer die Adressaten. Doch wenn sie Glück haben gibt ihnen ein Abschiedsbrief Aufschluss über die Hintergründe des Selbstmordaktes. Da suizidale Taten von ungelernten Personen selten tatsächlich vorhersehbar sind, ist der Suizid eines geliebten Menschen oft überraschend, so dass die Hinterbliebenen daher im Unklaren über die Bewegründe der Tat bleiben. Ein Abschiedsbrief kann daher, falls vorhanden über diese Umstände aufklären. Ob der Inhalt des Briefes jedoch positiv oder negativ für die Hinterbliebenen ist, ist sehr individuell, aber Forschungen haben gezeigt, dass man etwa 3,9-mal mehr positive Affekte als Ausdrücke genereller Feindseligkeit in Abschiedsbriefen findet. So schrieben laut Cohen & Fiedler 7,5% der Suizidenten über Liebe, aber nur 4,8% über Feindseligkeiten.[18] Auch geben Abschiedsbriefe unsicheren Hinterbliebenen oft auch eine gewisse Sicherheit nicht an ihrer Entscheidung Schuld gewesen zu sein (65% aller Abschiedsbriefverfasser nehmen die Schuld für ihre Handlung ganz alleine auf sich[19]). So helfen Abschiedsbriefe den Hinterbliebenen oft Fragen zu beantworten und Selbstvorwürfe zu entkräften. Besonders positive Abschiedsbriefe helfen den trauernden Hinterbliebenen auch die Trauer über die Entscheidung des geliebten Verstorbenen zu erleichtern.

Die größte Bürde die Zurückbleibenden von Selbstmördern auferlegt wird, ist die Unwissenheit. Selten, auch wenn man im Nachhinein meint viele Vorzeichen gesehen, aber falsch interpretiert zu haben, hat man eine solche Tat tatsächlich für möglich gehalten. Daher stellen sich den Zurückgebliebenen unzählige, schwer beantwortbare Fragen, wie z.B.: „Wieso hat er/sie das getan?“, „Hätte ich es verhindern können?“ „War ich vielleicht sogar Schuld daran?“ uvw. Wäre der Geliebte durch einen Unfall oder eine Krankheit gestorben, wären weniger Fragen, da unsere Kultur verschiedenste Denkmodelle zur Verfügung stellt, die uns bei dieser Art des Todes helfen diese Informationen zu verarbeiteten.[20] Dadurch, dass der Selbstmord aber eine, nach unserem westlichen Denkmuster, verhinderbare und von einem selbst herbeigeführte Tat ist, sind die vielen Fragen nicht durch schematische Abwicklungen wie z.B „es sei Gottes Wille gewesen“ oder „es war Schicksal“ zu beantworten,.

Bei der Beantwortung einiger Fragen, können Abschiedsbriefe, wenn auch selten direkt, helfen. So zum Beispiel der Abschiedsbrief von Anne Edel, die sich 1986 das Leben nahm: „Bitte seid nicht traurig, aber ich mußte(!) es tun! Das war schon immer in mir, und ich konnte gegen meine Ängste nicht ankommen. (…) Dies ist keine Kurzschlußhandlung(!)“[21] Diese kurzen Worte klären die Hinterbliebenen darüber auf, dass sie nicht an ihrem Handeln schuld waren, dass Anne mit ihrer Entscheidung glücklich war und vor allem, dass es keine Kurzschlusshandlung war und sie sich diesen Ausweg schon längere Zeit gewünscht hat.

4.    Analyse von Abschiedsbriefe

Die größte Schwierigkeit bei der Analyse von Abschiedsbriefen ist der hohe Grad an Individualität. Es gibt keine Muster, Vorgaben oder Richtlinien, die eine Analyse erleichtern würden. Auch kann man nicht bestätigen, dass alles Dargestellte der Realität entspricht, da eine subjektive Verfremdung der Tatsachen zum eigenen Vorteil, im Hinblick auf die große Gewichtigkeit der letzten Worte eines Menschen, rational wirkt. Trotzdem wird seit vielen Jahrzehnten Abschiedsbriefforschung betrieben, die versucht gewisse Strukturen herauszukristallisieren und Suizidprävention zu bestärken. So kann die Analyse von Abschiedsbriefen dazu beitragen verschiedene Motive für einen Suizid herauszuarbeiten und helfen diese vorzeitig zu erkennen, um so suizidgefährdete Personen vor ihrer Tat zu bewahren.

4.1. Abschiedsbriefforschung

Die Ursprünge der Abschiedsbriefforschung konnten bis ins Jahr 1856 zurückverfolgt werden. Einige der bekanntesten und angesehensten Suizid- und Abschiedsbriefforscher sind Antoon Leenaars, Erwin Ringel, Gernot Sonneck, Thomas Bronisch, Ronald Comer, Rory O’Conner, Louis Gottschalk, Goldine Gleser, Charles Osgood, Edward Walker und v.a. Edwin Shneidman. In Österreich hat sich Monika Heinrich einen Namen in diesem Bereich gemacht, nachdem sie, angefangen mit Ihrer Diplomarbeit Analyse von Abschiedsbriefen später weitere Bücher zu diesem Thema, wie Suizidalität und ‚common sense’ am Beispiel echter und fingierter Abschiedsbriefe und Zur Messung der kognitiven Einengung in Abschiedsbriefen publiziert hat. Die Abschiedsbriefforschung ist zwar thematisch dicht an die Suizidforschung angelehnt, aber die Ergebnisse der Abschiedsbriefforschung dürfen nicht Repräsentativ für die Suizidforschung gesehen werden, da nur eine Minderheit der Suizidenten Abschiedsbriefe hinterlassen.[22]

In wie fern diese Forschung zur tatsächlichen Prävention von Suiziden führt ist schwer zu analysieren, da man nicht messen kann welche Suizide tatsächlich aufgrund dieser Forschung verhindert werden konnten. Doch die Analyse der Gefühle und Gedanken, die die Suizidenten in ihren Abschiedsbriefen beschäftigten kann dazu beitragen betroffene Menschen besser zu verstehen und Risikogruppen und gefährdete Menschen, wie z.B. vereinsamende Senioren, frühzeitig zu erkennen und mit Präventivmaßnamen, wie etwa therapeutische Unterstützung, durchführen, um sie vor suizidalen Taten zu bewahren.

Die Abschiedsbriefforschung kann aber auch für die Hinterbliebenen eine wesentliche Hilfestellung sein. Vor allem denen, deren Geliebte keine Abschiedsbrief hinterlassen haben, kann man mit der Darstellung der überwiegenden Probleme von Selbstmördern und deren Sicht der Dinge helfen. So kann die Abschiedsbrief- und die damit zusammenhängende Suizidforschung dazu beitragen zu helfen den Hinterbliebenen zu zeigen, dass die Sicht der Dinge in den Augen eines Selbstmörders nicht mit denen anderer zu vergleichen ist.  Selbstmörder haben nämlich, nachdem sie ihren Entschluss gefasst haben eine meist positive Sicht auf viele Dinge. Der Tod wird als etwas Positives, als Flucht vor allem Leid gesehen und die Anzeichen und Motive auf einen möglichen Suizid fallen fast komplett weg, so dass es nach außen für den Betrachter so scheint  als sei alles in Ordnung. So lauteten die letzten Worte von Karin Hoch, die sich 1987 das Leben nahm: „Ich hab absolut keine Lust mehr, ständig in diesem Gefühl befangen zu sein. Mir geht es so schlecht, und ich kann eigentlich kaum  noch glücklich sein. Aber jetzt fühle ich mich ganz wohl.“[23]

Sobald der Suizident seinen Entschluss gefasst hat, erscheinen all seine schweren Bürden, die das Leben nicht mehr lebenswert gemacht haben nicht mehr so gewichtig, da der Weg in die Freiheit offen steht. Ein Weg zurück ist nach diesem Punkt aber oft sehr schwer zu erreichen. Andererseits werden Parasuizide „nur in einer kleinen Minderheit der Fälle umgehend wiederholt.“[24] In der psychisch labilen Phase in welcher sich die meisten Suizidenten befinden wird der Tod also als der einzige Ausweg, und daher positiv gesehen, nach einem misslungenen Suizidversuch sehen sie aber die Welt etwas anders und suchen den Tod erst wieder, wenn sie merken, dass sich nichts an der Lage verändert hat. Da ein Suizidversuch jedoch fast immer als Hilferuf verstanden wird, und die Suizidforschung in den letzten Jahren viel geleistet hat, kann ein zweiter Versuch daher oft abgewendet werden. Das zeigen auch die ständig sinkenden Suizidraten. So sind „(m)ehr als 90% der psychisch kranken Menschen, die wegen Suizidversuchen behandelt wurden, (…) noch 10 Jahre später am Leben.“[25] Auch bedauern sie „in der Regel nicht, dass sie gerettet wurden oder überlebt haben.“[26]

Doch nicht nur den vermeintlichen Opfern kann vorbeugend geholfen werden. Auch die Hinterbliebenen brauchen Unterstützung in der schwierigen Zeit nach einem Suizid. So kann die Abschiedsbriefforschung helfen die Akzeptanz des Suizids zu fördern und zeigen, dass es sich bei einem Suizid um eine „letzte Lebensäußerung“[27] handelt, die man respektieren muss, da sie im Rahmen der menschlichen Freiheit über sich selbst getätigt wurde und kein Verbrechen darstellt. Anhand vieler Abschiedsbriefe erkennt man sehr deutlich, dass hinter ihr „oft der Versuch, eine menschliche Tragik zu beenden“[28] steht. Dadurch kann den Hinterbliebenen gezeigt werden, auch wenn ihre Geliebten selbst keinen Abschiedsbrief hinterlassen haben, welche Sorgen viele Suizidenten hatten, welche Beweggründe sie dazu trieben und wie man mit der Trauer, der Frage nach der Schuld und anderen schwierigen Themen am geschicktesten umgeht.

4.2. Kognitive Einengung

Die kognitive Einengung ist ein wichtiger Faktor den man bei der Suizid- und Abschiedsbriefforschung beachten muss. Sie ist auch der Bestandteil von vielen Suizidtheorien anerkannter Forscher. Viele Suizidenten sind von diesem psychischen Phänomen betroffen. Die Planungsphase ist durch die kognitive Einengung gekennzeichnet. Durch diese Einengung wird nämlich die Aufnahme von neuen Informationen verwehrt und ein Überdenken der Zielintention verhindert. Es stellt sich den Suizidenten also nicht mehr die Frage ob sie sich das Leben nehmen sollen, sondern bloß wann und wie.[29]

Dieser Bewusstseinszustand wirkt sich auch auf das Verfassen von Abschiedsbriefen aus. Forscher haben daher verschiedene Methoden entwickelt, die den Grad der kognitiven Einengung anhand von Abschiedsbriefen messen lassen und dadurch u.a. dabei beitragen echte und gefälschte Abschiedsbriefe voneinander unterscheiden zu lassen.

Bei diesen Methoden konzentrieren sich die Wissenschaftler auf die Wortart, den verwendeten Wortschatz und andere textbezogene Variablen. So haben z.B. Osgood & Walker herausgefunden, dass Suizidenten in ihren Abschiedsbriefen weitaus weniger unterschiedliche Wörter im Verhältnis zu Gesamtwortanzahl verwendeten als in anderen Schriften.[30] Eine mögliche Erklärung ist dabei, verwiesen auf die kognitive Einengung, dass sie „durch die Fixierung ihrer Gedanken auf die zukünftige Tat keine kognitiven Ressourcen mehr für eine hohe begriffliche Vielfalt aufbringen konnten.“[31]

4.3. Geschlechterspezifische Unterschiede

Der größte auf Abschiedsbriefe und Suizide bezogene Unterschied besteht wohl zwischen Männern und Frauen. Wie bereits erwähnt begehen Männer dreimal so oft Selbstmord wie Frauen, doch Frauen haben eine höhere Suizidversuchsrate und hinterlassen öfters Abschiedsbriefe. Dies führt dazu, dass es in etwa so viele Abschiedsbriefe von Männern, wie von Frauen gibt.[32]

Bei der Themenwahl gibt es auch signifikante Unterschiede. Bei beiden Geschlechtern überwiegt zwar das Thema Hinterlassenschaft, aber Frauen sprechen Gefühle öfter an als Männer.[33] Frauen drücken sich aber gemäß Cohen & Fiedler auch negativer aus und gebrauchen mehr humoristische, sarkastische und ironische Elemente.[34] Auch tätigen sie sich weniger konkrete Aussagen und machen sich seltener selbst für ihre Tat verantwortlich als Männer.[35] So hat auch Alexandra Schuster bei ihrer Abschiedsbriefforschung bei keinem der Briefe der weiblichen Abschiedsbriefverfasserinnen Selbstvorwürfe entdecken können, wohingegen 35% der Männer Eigenschuld eingestanden.[36]

Hinsichtlich der Fundstellen der Briefe konnte aufgewiesen werden, dass über 90% der weiblichen Suizidenten ihre Briefe in ihrer Wohnung, unabhängig vom Ort ihres Suizids, hinterließen, wobei über die Hälfte der Männer die Briefe bei sich trugen.[37]

4.4. Altersspezifische Unterschiede

Der größte altersspezifische Unterschied ist wohl die Tatsache, dass ältere Menschen öfter Suizid begehen als jüngere Menschen. Für diesen Umstand sprechen nicht nur die Statistiken, sondern auch die Familienstände der betroffenen Personen. Ältere Personen, also die Risikogruppe von 65+, haben meist weniger Verpflichtungen gegenüber Kindern, Beruf oder Partner. Viele sind verwitwet, in Pension und ohne intensives Naheverhältnis zu Angehörigen. Eine entsprechende Depression als Folge dieser Umstände liegt auf der Hand. Auch spielen bei Suiziden von älteren Menschen oft Krankheiten und damit verbundene physische Schmerzen eine große Rolle.

Die körperliche Erkrankung ist auch der meist angegebene Grund in den Abschiedsbriefen älterer Selbstmörder, während Personen jünger als 50 Jahre, ihre Suizidgründe überhaupt wesentlich öfter offenbaren. Bei unter Dreißigjährigen handelt es sich dabei aber mehr als doppelt so oft um unspezifische und nebensächliche Begründungen. Diese Altersgruppe verwendete auch deutlich öfter Bekräftigungen und Ausdrücke der Liebe.[38] Das Thema Hinterlassenschaft beschäftigt hingegen vor allem ältere Suizidenten.

4.5. Sonstige demografische Unterschiede in Abschiedsbriefen

Der Familienstand hat große Auswirkungen auf die Themen der Abschiedsbriefe. So findet man bei Abschiedsbriefen von geschiedenen oder getrennten Personen mehr feindselige Elemente[39] und in Briefen von Witwen und Witwern entdeckt man besondere Feindseligkeiten anderen gegenüber.[40] Auch äußern die drei genannten Familienständen signifikant viele Ratschläge, Instruktionen und Wünsche. Außerdem sollen ledige oder geschiedene Personen zwar öfter ihre Suizidgründe offenbart haben, verstrickten sich aber häufiger in Widersprüche oder unverständliche Äußerungen, als verheiratete oder verwitwete Abschiedsbriefverfasser.[41]

Keine signifikanten Unterschiede gibt es bei der Art und Weise wie die Abschiedsbriefe verfasst werden. 87% der Abschiedsbriefe werden sowohl von jüngeren, wie auch älteren Suizidenten handschriftlich verfasst.[42]

Zum Gebrauch positiver Ausdrücke schrieben Cohen & Fiedler: „The predominance of positive affect over hostility occurs without regard to sex, maritial status, or age.“[43] Diejenigen die Feindseligkeiten niederschrieben tun dies wiederholt, doch in den meisten Fällen war den Betroffenen die Nachricht der Reue in ihren letzten Augenblicken wichtiger als Bitterkeiten.[44]

5.    Alternative Abschiedsnachrichten

Neben dem klassischen Model des Abschiedsbriefes gibt es auch andere Möglichkeiten eine Nachricht an die Nachwelt zu hinterlassen und seine Botschaft zu verkünden, bzw. seine Hinterbliebenen zu informieren. Zwar ist von all diesen Möglichkeiten der Abschiedsbrief wohl am häufigsten und am einfachsten zu interpretieren, aber es werden auch, oft unbewusst, alternative Abschiedsnachrichten hinterlassen.

Eine beliebte Abschiedsnachricht in Asien, vorwiegend aber in Korea und Japan ist das Todesgedicht. Seit Jahrhunderten hinterlassen sterbende oder Selbstmörder Todesgedichte an ihre Nachwelt. Eines dieser Gedichte, geschrieben 1926 von Sunao lautet:

Spitting blood

clears up reality

and dream alike[45]

Doch auch wenn es sich dabei um Todesgedichte handelt, die vor dem Tod niedergeschrieben oder ausgesprochen werden, also Kunst, kurz vor dem Tod sind, werden sie kritisiert. So steht im Nomori no Kagami, aus dem 15 Jahrhundert: „In unserem Land schreiben die Zen-Mönche Sterbegedichte. Die meisten von ihnen verfassen das Gedicht bereits, wenn sie noch gesund sind, und tun dann, wenn sie sterben, so, als dichteten sie es spontan. Manche dieser Gedichte sind Unsinn; andere verdienen höchste Anerkennung.“[46] und Ban Kokei meinte 1806: „Das Motiv, sich so große Mühe zu geben, ein Sterbegedicht zu schreiben, ist der Wunsch, bei anderen Eindruck zu machen.“[47]

Eine weitere Alternative zum traditionellen Abschiedsbrief sehe ich in einer vorhergehenden Nachricht an eine andere Person. Dies war bei meiner Mutter der Fall, die etwa drei Tage vor ihrem Selbstmord, meinem Vater eine E-Mail schrieb in welchem sie ihn darum bat sich zu melden und sich um die Kinder zu kümmern, da sie doch schon fast am sterben sei. Die Gründe wieso dies der Definition eines klassischen Abschiedsbriefes nicht entspricht sind die, dass einerseits der Zeitraum zwischen Tat und Nachricht zu groß war und der Entschluss, obwohl schon eindeutig gefasst, noch nicht in greifbarer Weite war, und andererseits der Inhalt keinen Abschied sondern dennoch eine gewisse Hoffnung auf eine andere Lösung der Lage (nämlich der Antwort meines Vaters), spüren lies, sodass der Tod, also der Abschied nur die zweite Option war. Aus eigener Erfahrung kann ich daher sagen, dass auch ein solcher Brief, den ich einige Tage nach ihrem Tod gelesen habe, auch eine gewisse Entlastung des eigenen Schuldbewusstseins bewirken kann, also ohne dabei ein direkter, aufklärender Abschiedsbrief zu sein, den Zweck eines solchen erfüllen kann.

Auch aus Tagebüchern und Schriften, die für die Verfasser selbst gedacht waren, kann man Anhaltspunkte für die Hintergründe der Tat finden und Informationen finden, die auch oft in einem Abschiedsbrief enthalten sind.

6.    Suizid ohne Abschiedsbrief

Der überwiegende Teil der Suizidenten hinterlässt keinen Abschiedsbrief. Es gibt dazu nur Schätzungen, die jedoch stark variieren. Über die Hälfte, wenn nicht sogar drei Viertel aller Selbstmorde verbleiben ohne Abschiedsbrief. Heim & Lester haben einige Unterschiede zwischen Selbstmördern, die einen Abschiedsbrief hinterlassen und denen, die ohne Nachricht aus dem Leben scheiden, ermittelt: „Women were more likely to leave suicide notes than men, elderly people more than young people, widowed more than single and divorced people, those dying on Monday, and those using poison for suicide“ und „very few of those who are psychotic or seriously mentally disturbed leave notes.“[48]

Der Grund dafür, dass manche darauf verzichten einen Abschiedsbrief zu schreiben, kann darin liegen, dass Selbstmörder nicht immer daran denken was nach dem Suizid kommt und im Rahmen der kognitiven Einengung nur an dessen Ausführung interessiert sind. Für sie ist der Freitod die Lösung, der Weg aus dem Leid, das Tor in eine heile Welt.[49] Daran zu denken was nach ihrem Selbstmord kommt wäre eine weitere Auseinandersetzung mit dem von dem sie sich verabschieden möchten, es wäre eine zusätzliche Belastung. Die Tatsache, dass ein überwiegender Teil der Suizidenten Pensionisten und oft verwitwet oder geschieden sind, lässt Raum für die Vermutung, dass viele einfach niemanden hatten, an den sie einen Abschiedsbrief richten konnten und daher darauf verzichtet haben. Selbstverständlich gibt es die verschiedensten Gründe für das Missen eines Abschiedsbriefes nach einem Selbstmord, sei es durch bloße Vergesslichkeit, das Fehlen von Möglichkeiten oder dem bloßen Wunsch danach die Hinterbliebenen im Unklaren zu belassen. Dadurch dass diejenigen, die man zu diesem Thema befragen kann schon verstorben sind und jeder Mensch ein einzigartiges und daher unberechenbares Individuum ist, bleibt dieser Bereich besonders schwer erforschbar und daher in gewisser Weise stets ein kleines Mysterium.

7.    Schluss

Auch wenn die Abschiedsbrief- und Suizidforschung durch die erwähnten Gründe, ein nicht zur Gänze erforschbarer Gegenstand bleibt, hat man über die Jahrzehnte große Erfolge in diesem Bereich erzielen können. Es ist heutzutage viel durchsichtiger was Suizidenten zu ihren Taten treibt, was wohl ihre letzten Gedanken waren und welchen Sinn sie im Freitod sahen. Die Motive für ihre Taten helfen dabei die Suizidprävention zu unterstützen und die letzten niedergeschrieben Worte der jeweiligen Geliebten oder, falls nicht vorhanden die erzielten Ergebnisse aus den Briefen fremder Suizidenten, helfen dabei die Last, die Trauer und das Schuldbewusstsein der Hinterbliebenen zu lindern. Auch können die Auswertungen der verschiedenen Analysen dabei helfen die Prioritäten auf die betroffenen Gruppen zu lenken und, sofern möglich, die Suizidrate bei bestimmten Risikogruppen, wie zum Beispiel Senioren oder Arbeitslosen zu senken.

8.    Bibliographie

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9.    Abbildungsverzeichnis

Kapusta, Nestor, Aktuelle Daten und Fakten zur Zahl der Suizide in Österreich.

2009, Institut für Medizinische Psychologie der Medizinischen Universität Wien, 2010.


[1] Vgl. Sibylle Berg (Hg.), Das war’s dann wohl. Abschiedsbriefe von Männern, München: Dt. Verl.-Anst 2008, S.112.

[2] Vgl. ebd. S.55.

[3] Vgl. Monika Heinrich, „Analyse von Abschiedsbriefen“, Dipl. Universität Wien, Fakultät für Psychologie 2006, S.9.

[4] Alexandra Schuster, „Geschlechtsunterschiede in Abschiedsbriefen“, Diss. Medizinische Universität Wien, Institut für Medizinische Psychologie 2007, S.7.

[5] Vgl. Heinrich, „Analyse von Abschiedsbriefen“, S.9 zit. nach Comer, Klinische Psychologie, 2001.

[6] Vgl. Daniel Hell, „Ergebnisse der Suizidforschung“, 21.02.2011, http://www.depression.uzh.ch/vortraege/erg-suizidfo.pdf, S.2.

[7] Vgl. Nestor Kapusta, Aktuelle Daten und Fakten zur Zahl der Suizide in Österreich.2009, Institut für Medizinische Psychologie der Medizinischen Universität Wien 2010, S.7.

[8] Vgl. Heinrich, „Analyse von Abschiedsbriefen“, S.13 zit. nach Bronisch, Der Suizid. Ursachen, Warnsignale, Prävention, 1995.

[9] Vgl. Kapusta, Aktuelle Daten und Fakten zur Zahl der Suizide in Österreich.2009, S.3.

[10] Vgl. ebd.

[11]Vgl. ebd., S.5

[12] Vgl. ebd., S.8

[13] Vgl. Schuster, „Geschlechtsunterschiede in Abschiedsbriefen“, 2007, S.12.

[14] Vgl. Heinrich, „Analyse von Abschiedsbriefen“, S.21 zit. nach Salib et al., „The Significance of Suicide Notes in the Elderly“, 2002.

[15] Vgl. Berg (Hg.), Das war’s dann wohl, S.101.

[16] Vgl. Katja Behrens (Hg.), Abschiedsbriefe, Düsseldorf: Claassen 1987, S.48.

[17] Vgl. Schuster, „Geschlechtsunterschiede in Abschiedsbriefen“, 2007, S.17.

[18] Vgl. Heinrich, „Analyse von Abschiedsbriefen“, S.29 zit. nach Cohen & Fiedler, „Content Analysis of Multiple Messages in Suicide Notes“, 1974.

[19] Vgl. ebd., S.25 – zit. nach Lester et al., „A Comparson of Suicide Notes written by Suicide Completers and Suicide Attempters“, 1990.

[20] Vgl. Ursula Heilborn-Maurer (Hg.), Nach einem Suizid. Gespräche mit Zurückbleibenden, Frankfurt am Main: Fischer-Bücherei  1988, S.152.

[21] Heilborn-Maurer (Hg.), Nach einem Suizid, S.113.

[22] Vgl. Heinrich, „Analyse von Abschiedsbriefen“, S.22.

[23] Heilborn-Maurer (Hg.), Nach einem Suizid, S.54.

[24] Hell, „Ergebnisse der Suizidforschung“, S.2.

[25] Ebd., S.3.

[26] Ebd.

[27] Ebd., S.1.

[28] Ebd.

[29] Vgl. Heinrich, „Analyse von Abschiedsbriefen“, S.31.

[30] Vgl. ebd. S.32 zit. nach Osgood & Walker, „Motivation and Language Behavior“, 1959.

[31] Ebd. (Für weitere Methoden zur Messung der kognitiven Einengung siehe Heinrich, „Analyse von Abschiedsbriefen, S.32ff.)

[32] Vgl. Schuster, „Geschlechtsunterschiede in Abschiedsbriefen“, 2007, S.13.

[33] Vgl. ebd., S.35.

[34] Vgl. Heinrich, „Analyse von Abschiedsbriefen“, S.27 zit. nach Cohen & Fiedler, „Content Analysis of Multiple Messages in Suicide Notes“, 1974.

[35] Vgl. ebd. zit. nach Black & Lester, „The Content of Suicide Notes, 2003.

[36] Vgl. Schuster, „Geschlechtsunterschiede in Abschiedsbriefen“, 2007, S.26.

[37] Vgl. ebd., S.27

[38] Vgl. Heinrich, „Analyse von Abschiedsbriefen“, S.27f.

[39] Vgl. ebd., S.27 zit. nach Tuckman, „Emotional Content of Suicide Notes“, 1959.

[40] Vgl. ebd. zit. nach Cohen & Fiedler, „Content Analysis of Multiple Messages in Suicide Notes“, 1974.

[41] Vgl. ebd., S.28.

[42] Vgl. Schuster, „Geschlechtunterschiede in Abschiedsbriefen“, 2007, S.16.

[43] Heinrich, „Analyse von Abschiedsbriefen“, S.29 zit. Cohen & Fiedler, „Content Analysis of Multiple Messages in Suicide Notes“, 1974.

[44] Vgl. ebd.

[46] Yoel Hoffmann, Die Kunst des letzten Augenblicks. Todesgedichte japanischer Zenmeister, Freiburg: Herder 2000, S.36.

[47] Ebd., S37.

[48] Heinrich, „Analyse von Abschiedsbriefen“, S.30 zit. nach Heim & Lester, „A Study of Different Types of Suicide Notes“, 1990.

[49] Vgl. Ebd., S.25 zit. nach Lester et al., „A Comparson of Suicide Notes written by Suicide Completers and Suicide Attempters“, 1990.

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Über X4Wien

Österreichischer Student an der Universität Wien, am Institut für Theater- Film- und Medienwissenschaft und der JKU Linz, am Institut für Rechtswissenschaft. Zeige alle Beiträge von X4Wien

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