Monatsarchiv: Juli 2010

Anti-Nazi Propaganda in Bílá Nemoc

„Es lebe der Frieden“

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
2. Entstehungsgeschichte und Nachwirken
2.1. Karel Čapek
2.2. Hugo Haas
3. Unterschiede zwischen dem Theaterstück und dem Film
4. Anti-Nazi Propagandaelemente
4.1. Darstellung des Diktators
4.2. Charaktere
4.3. Das Volk
4.4. Ausstattung und filmische Mittel
5. Schluss
6. Bibliographie
7. Filmographie

1.    Einleitung

Bílá Nemoc, oder auf Deutsch „Die weiße Krankheit“, ist ein Theaterstück vom tschechischen Schriftsteller und Autor Karel Čapek aus dem Jahre 1937. Hugo Haas hat den Stoff noch im selben Jahr verfilmt. Es handelt dabei um einen namenlosen Staat, der, angetrieben durch den machtgierigen Marschall, kurz vor dem Krieg steht. Währenddessen beginnt eine neue tödliche Krankheit, sich im Land und der ganzen Welt zu verbreiten. Diese lepraartige Krankheit ist dabei sehr ansteckend und betrifft nur Menschen ab dem vierzigsten Lebensjahr. Der Armendoktor Dr.Galén entdeckt darauf eine Methode diese Krankheit zu heilen. Er erklärt jedoch nur arme Leute zu heilen, da diese nichts gegen den Krieg unternehmen können und reiche Erkrankte nur dann heilt, wenn diese mit Ihrer Macht versuchen den Krieg zu stoppen. Dabei stößt er auf große Gegenwehr und Unverständnis, bis selbst der Marschall an der weißen Krankheit erkrankt und einwilligt den Krieg zu stoppen, um geheilt zu werden. Die letzte Ansprache des Marschalls, der sich dabei für den Frieden ausspricht erlebt Dr.Galén jedoch nicht mehr, weil er aufgrund seiner Anti-Kriegsrufe vom kriegseuphorischen Volk getötet wird.

Sowohl im Theaterstück, wie auch im Film sind die Kritiken am Nationalsozialismus, an Diktaturen und am Krieg selbst, sehr gut ersichtlich. Somit ist Bílá Nemoc, neben „Svet patrí nám“ einer der wenigen Anti-Nazi-Filme der Tschechoslowakei vor 1938. In dieser Arbeit möchte ich daher die Elemente der Anti-Nazi-Propaganda, die der Film beherbergt ausarbeiten und die Hintergründe für das Entstehen des Films und dessen Vorlage erörtern und darauf eingehen welche Auswirkungen der Film für die Beteiligten hatte.

Dazu widme ich mich noch kurz den Unterschieden zwischen dem Theaterstück Čapeks und Haas‘ Verfilmung, bevor ich mich dem Kernstück der Arbeit zuwende, nämlich den einzelnen dargestellten Elementen der Anti-Nazi-Propaganda, deren Verkörperung in den verschiedenen Charakteren und der Botschaft, bzw. Warnung, die uns die Geschichte um Dr.Galén vermitteln möchte. Angefangen vom Marschall, über Dr.Galén, sowie den einzelnen Nebenfiguren, bis hin zum Volk werde ich analysieren und herausfiltern welche Rolle diese in der vorherrschenden Kritik am Nationalsozialismus spielen.

Zum Schluss beschäftige ich mich noch mit der Ausstattung und den filmischen Mitteln im  Film, da diese Elemente ebenso Andeutungen an den deutschen oder italienischen Faschismus der 30er Jahre beherbergen.

2.    Entstehungsgeschichte und Nachwirken

Karel Čapek visionäres Theaterstück Bílá Nemoc wurde am 29.01.1937 gleich in zwei renommierten Theaterhäusern der Tschechoslowakei uraufgeführt, im Stavovské Theater in Prag und im Zemské Theater in Brünn.[1] Dies allein zeigt schon, dass die tschechoslowakische Kunstszene sehr viel von Čapek gehalten hat und man in seine Werke vertraut hat. Die antifaschistische Haltung, die Bílá Nemoc sowohl auf der Bühne, wo es fast ein Jahr lang gespielt wurde[2], wie auch im Kino vertrat, hatte negative Folgen für alle Beteiligten, wenngleich man diese Arbeiten auch als mutig, jedoch leider zu prophetisch, ansehen muss.

2.1.  Karel Čapek

Čapek, geboren 1890, war nicht nur Schriftsteller, sondern auch Journalist und ein guter Freund des ersten tschechischen Präsidenten Tomaš Garyk Masaryk. Dadurch hatte er einen sehr guten Einblick in die politischen Verhältnisse Tschechiens und Europas. Seit dem Aufkommen des Faschismus in Deutschland und Italien verfasste er mehrere Schriften, Novellen und Theaterstücke als Warnung vor den Gefahren Nationalsozialismus.

1933, kurz nach der Machtübernahme Hitlers schrieb er schon: „As we can see right before our eyes a piece of Europe is reverting to one hundred years in the past … It’s not enough to shake our heads over Germany; when all is said and done, this is about European culture.“[3] Später warnte er auch in seinen Werken vor den gesellschaftlichen Entwicklungen der damaligen Zeit, die stets auch mit dem Aufkommen der faschistischen Tendenzen zu tun hatten. In seinem Werk „Der Krieg mit den Molchen“ aus dem Jahre 1936, kritisiert er die Globalisierung, Massenproduktion und den Umgang mit neuen Möglichkeiten und den unersichtlichen Machthunger der Menschen, der ausweglos zum Untergang der menschlichen Kultur führt. Dabei karikiert er durch die Forderung der Molche nach mehr Lebensraum Hitlers Politik und spielt mit dem Namen des ersten Molches „Andrias Scheuchzeri“[4], an Alois Schicklgruber, Hitlers Vater, an.[5] In Bílá Nemoc, ein Jahr später, war seine Anspielung auf Hitler schon weniger subtil und seine Warnung entpuppte sich zu einer Prognose.

Bílá Nemoc wurde dabei, wie auch viele seine anderen Werke, durch aktuelle politische Ereignisse inspiriert, in diesem Fall vom spanischen Bürgerkrieg.[6] Durch die immer größer werdende Bedrohung durch Hitler, der durch seine Abgrenzungspolitik und das Aufrüsten seines Heeres, einen aufkommenden Krieg deutlich spüren lies, entstand Bílá Nemoc als Warnung vor eben diesen Gefahren. Die Idee vom „allmächtigen“ Doktor nahm er nach eigenen Aussagen von einem Bekannten, der die These von einem Arzt aufstellte, der durch seine Entdeckung das Schicksal der Menschheit in den Händen halte[7]. Als Bílá Nemoc darauf am 29.01.1937 im Stavovské divadlo Premiere feierte wurde es mit einer halben Stunde Applaus belohnt.[8] Und obwohl die Zensurbehörde bis zur letzten Minute versucht hatte das Theaterstück zu stoppen, wurde es zu einem so großen Erfolg, dass es in Buchform im selben Jahr gleich sieben Mal neu aufgelegt wurde.[9]

Doch Čapek kannte die Wirkung des Mediums Film. In seinen theoretischen Schriften, wie The Cinema und The Style of the cinematograph, meint er: „There is nothing impossible in cinema“[10] und 1910 schrieb er sogar: „The luminous projected square of the cinema [bioskop] has the capacity to become not only a new stage but also a new world, unrestricted by material limitatoins and laws of this world.“[11]

Man sieht also sehr gut welche Bedeutung das Kino für Čapek hatte und es verwundert nicht, dass er die Verfilmung von Bílá Nemoc gefördert hat. Seine Kollaboration mit Hugo Haas, die zur Verfilmung von Bílá Nemoc führte, fand jedoch ein trauriges Ende. Seine Deutung der politischen Lage war leider so genau, dass schon im nächsten Jahr die tschechoslowakische Republik durch das Münchner Abkommen und seine Folgen faktisch ihr Land verlor, was Karel Čapek einen so starken Schlag versetzte, dass es hieß, er wolle nicht mehr Leben und nur wenige Wochen später, erkrankte und geschwächt an einer Lungenentzündung starb.[12] Sein Freund und Doktor, Karel Steinbach meinte sogar, dass eine große Wahrheit hinter der Aussage liegt, dass Čapek von München umgebracht wurde.[13]

2.2.  Hugo Haas

Hugo Haas, tschechischer Theaterschauspieler jüdischer Herkunft, wurde für seine authentisches und realistisches Schauspielen und seine karikierten Darstellungen bekannt.[14] Als eine seiner besten Beiträge zählt man jedoch Bílá Nemoc. In diesem hat er nicht nur bewiesen, dass er auch ernste Figuren mimen kann, sondern einen filmischen Standpunkt gegen den Faschismus gesetzt. Nachdem er auch schon im Stavovské Theater die Hauptrolle Dr.Galén gespielt hat[15], übernahm er im Film nicht nur wieder die Hauptrolle, sondern inszenierte den Film auch als Regisseur. Sowohl Hugo Haas, wie auch schon Karel Čapek lag viel an der Verfilmung des Stoffes und Moldavia, die diese Produktion finanzierten, ermöglichten den schnellen Dreh in den Barrandov-Studios, so dass der Film kaum elf Monate Jahr später nach der Uraufführung der Vorlage, am 21.12.1937 seine Premiere feierte[16].

Die Verfilmung des kritischen Stoffes, veranlasste die Gestapo aber dazu alle Schauspieler, die sich am Film beteiligten in Konzentrationslager zu transportieren.[17] Hugo Haas hatte als einer der wenigen Glück und konnte mit seiner Frau über Frankreich in die USA flüchten bevor sein Hinrichtungsbefehl durchgeführt werden konnte. Sein Vater und sein Bruder wurde jedoch in Ausschwitz ermordet. Der Schritt Bílá Nemoc zu verfilmen war daher, durch die besondere Aktualität des Themas, ein mutiger, aber gefährlicher Schritt. Das Time-Magazine schreibt dazu:

Though Fannie Hurst, who wrote the English titles, considers it a „film destined to change the history of civilization,“ so far it has changed only the addresses of its cast. One of the first acts of the Nazi invaders was to arrest most of the actors in Skeleton on Horseback. Actor Hugo Haas escaped to France. Actress Karla Olicova, a niece of ex-President Benes, is missing. The dictator of the picture, Zdanek Stepanek, is in an unknown concentration camp.[18]

Die jüdische Herkunft Hugo Haas‘ hat aber vermutlich nichts mit seinem Wunsch Čapeks Theaterstück zu verfilmen zu tun. Haas fühlte sich nämlich nicht als Jude, sondern bloß als Tscheche[19] und wollte somit wohl eher wie Čapek gegen das friedensbedrohende Deutschland ankämpfen und auf die Gefahren, die Italien und Deutschland für Tschechien und Europa bedeuteten, hinweisen.

3.    Unterschiede zwischen dem Theaterstück und dem Film

Als erstes fällt auf, dass die meisten Dialoge fast ohne Änderung übernommen wurden und auch die Theateranweisungen Čapeks, wie „Vorhang“ oder „Szenenwechsel“ auch filmisch umgesetzt wurden. Haas hat Bílá Nemoc also sehr originalgetreu inszeniert und bediente sich nur einiger weniger Änderungen. Davon sind vor allem zwei wesentliche Punkte auffallend:

Wie auch schon in Kritiken geschrieben wurde, ist das Theaterstück wesentlich ironischer als der Film: „Except in fleeting, flashlit moments, the picture fails to capture the monstrous irony of this story, chiefly because it is paced monotonously, lacks clear emphasis and is crudely edited“[20] Čapek hatte zwar nie daran Gedacht eine Komödie daraus zu machen und war auch schon über Kritiken von „Krieg mit den Molchen“ gekränkt, die sein Werk als „witzig und unterhaltsam“ abstempelten und die tiefere kritische Botschaft dadurch übersahen. Die Ironie in Bílá Nemoc entsteht aber vor allem durch die paradoxen Dialoge und Handlungen der Figuren.[21]

Der Films ist hingegen wesentlich düsterer gestaltet und ernsthafter inszeniert, als es der Theatertext vorsieht. Hugo Haas wollte damit wohl eine ernsthaftere Wahrnehmung des Themas erreichen und verhindern, dass die KinobesucherInnen über Szenen lachen können.

Der zweite große Unterschied zwischen dem Film und Čapeks Vorlage ist das Ende, das Haas Idee getreu bleibt, sich aber vom originalen Ende unterscheidet. Haas fügt nämlich eine Abschlussrede des Marschalls hinzu, in welcher er sich für den Frieden ausspricht und mit des Marschalls Worten „Es lebe der Frieden“[22] abschließt. Das Theaterstück endet hingegen mit den  Worten des Volkes „Es lebe der Marschall!“[23], was wesentlich ironischer ist, wenn man bedenkt, dass sie gerade Dr.Galén, den einzigen Menschen, der den todkranken Marschall heilen hätte können, umgebracht haben und seine Medizinfläschchen zerstören. Dieses Ende wird sogar so interpretiert, dass das Volk gerade das eigene Ende und das Ende der Menschheit herbeigeführt habe, da die Jungen durch den großen Krieg und die alten durch die Krankheit ausgerottet würden.[24] Selbst Čapek zieht dieses Fazit in seinem Vorwort als er meint: „Wie der Krieg auch ausgehen mag […] sicher ist, dass der Mensch nicht aus der Welt des Leids errettet wird.“[25]

4.    Anti-Nazi Propagandaelemente

Man könnte behaupten es sei sehr einfach die diktatorische Herrschaft des Marschalls direkt auf Hitlers Diktatur und Nazideutschland zu beziehen und sagen es sei doch eindeutig eine Kritik an Hitler. Doch so simpel ist es nicht, denn wenn man Diktaturen auf ihre rudimentärsten Bestandteile zerlegt und fiktive Charaktere hinzufügt, dann kann man nicht erkennen, ob es eine Anspielung auf Hitler, Mussolini, Stalin, Castro oder Mao sein soll. Die Bausteine einer Diktatur, wie Demagogie und Verblendung, oft verbunden mit Kriegseuphorie, sind nämlich auf fast alle Diktaturen anwendbar. Auch kann man sich auf Čapeks eigene Worte beziehen:

The dictatorial state ruled by the Marshal is not, for me, Germany or Italy or Turkey, or any one of the European states, but a piece of common European political and spiritual territory. The Marshal’s homeland is not a real country, but a certain moral and civic reality demonstrating attempts to achieve humanitarianism and humaneness, peace, freedom, and democracy, the great cultural and political tradition of the European people.[26]

Laut Ivan Klíma darf man Čapeks Äußerungen aber nicht zu genau nehmen, da er politisch stark unter Beschuss war und größere Proteste von Seiten des Deutschen Reichs vermeiden wollte, nachdem der deutsche Botschafter schon mehrere Beschwerden eingebracht hatte.[27] Wenn man also von Čapeks politischem Schachzug, mit welchem er die Allgemeingültigkeit seines Werkes unterstreichen wollte, absieht, dann erkennt man die vielschichtigen Andeutungen auf Deutschland und das totalitäre kriegslustige Naziregime. Neben dem Marschall, der eine Karikatur Hitlers ist, Baron Krog, dem Gustav Krupp als Vorlage diente und dem stumpfen Volk, das jedem Wort des Marschalls folgt, findet man auch in den Vorhaben von Prof. Sigelius Anlehnungen an die faschistische Herrschaft. All diese Elemente des Nationalsozialismus sind, durch die heldenhafte Person des Dr.Galén, seinen Tod und seine fundierte Argumentation gegen den Krieg, die allesamt nur auf flache und basisschwache Widerrede stößt, durchgehend negativ behaftet und werden den ganzen Film über kritisierend dargestellt.

4.1.  Darstellung des Diktators

Auf Anhieb könnte man behaupten, dass der Marschall eine Anspielung auf Hitler ist. Man kann es nicht verneinen, aber auch nicht zu hundert Prozent bejahen. Čapek hat eben zwar gemeint es handle sich in seinen Augen nicht um ein bestimmtes Land und keine realen Personen, aber die Haltung des Marschalls, seine Aussagen und seine Reden, wie zB sein Drang auf das erweitern der Grenzen, auch wenn man dafür die schwächeren Nachbarsstaaten niederschmettern sollte[28],erinnern sehr an Hitler und Mussolini. Auch deuten viele andere Indizien auf eine Karikatur Nazideutschlands hin, so dass Hitler als Vorlage für die Figur des Marschalls sehr nahe steht und womöglich auch war. In der Literatur wird dies sogar als gegeben angenommen[29] und das damalige Publikum habe es auch so verstanden.[30]

Ein weiteres Indiz dafür, dass Hitler gemeint sein könnte, ist die Machtübernahme des Marschalls. In einem Gespräch mit Baron Krog erinnern sich die beiden Bekannten an den Putsch des Marschalls, bei welchem ihn der Baron mit Waffen unterstützt hat.[31]

Die Art und Weise wie der Marschall redet oder Ansprachen ähnelt Hitlers markanter Art hingegen gar nicht. Der Marschall artikuliert sich zwar deutlich und energisch und steht stets stramm vor seinem Volke, aber er hebt seine Hand nicht zum Hitlergruß oder artikuliert so aggressiv und scharf wie Hitler. Im Vergleich zu diesem ist der Marschall eine relativ ruhige und ausgeglichene Persönlichkeit mit der man auch reden kann, wie man beim Gespräch mit Dr.Galén sieht.[32] Auch die Wandlung gegen Ende, hervorgerufen durch die Erkrankung, unterscheidet sich sehr vom Bild Hitlers der damaligen Zeit. Als der Marschall sich entscheidet statt Heeresführer lieber Erlöser zu sein und als derjenige zu gelten, der den Menschen Frieden bringt, und dadurch auch die Erlösung von der weißen Krankheit ermöglicht, zeigt sich seine verwundbare Seite. Er folgt allein seiner Berufung, die er selbst bestimmt ohne dies so zu sehen. Er redet sich also selbst ein er sei von Gott dazu bestimmt worden erst Krieg und dann Frieden zu machen.[33] Durch diese, durch seine Angst vor dem Tod ausgelöste Handlung, wirkt er angreifbarer und menschlicher. Gegen Ende entfernt er sich also von der Darstellung Hitlers, und verdeutlicht den Wunsch Čapeks und Haas‘ auf Frieden. Haas gestaltet das Ende dabei sogar sehr optimistisch und baut eine abschließende Ansprache des Marschalls ein, in welcher er dem Volke befiehlt, sie sollen sich ab sofort um die Leidenden kümmern und mit aller Macht für den Frieden kämpfen, da sich die Sicht eines Menschen ändern, wenn er selbst das Leid mit seinen Mitmenschen teilt.[34] Diese Abschlussrede des „gewandelten“ Marschalls ähnelt dabei sehr der Friedensrede Chaplins in „Der große Diktator“[35], die denselben Wunsch nach Frieden in seiner Rede beinhaltetet.

Da die Anspielung auf Hitler aber dennoch aufrecht bleibt, auch wenn diese nach außen nicht so offensichtlich ist wie in „Der große Diktator“, könnte man sich vorstellen, dass der Marschall, zumindest vor seiner Wandlung, die Darstellung des absoluten Bösen ist. Doch dem ist nicht so. Er ist zwar das Antonym des Dr.Galén, da der letztere Frieden und der andere nur den Krieg möchte, aber die beiden Charaktere verbindet auch deren ausnahmslose Aufopferung für den Zweck an den sie Glauben. Beide sind fest davon überzeugt, dass sie das Richtige tun. Čapek selbst sagt, es handle sich nicht um die Frage ob schwarz oder weiß, ob gut oder böse, sondern das Zusammentreffen zweier unterschiedlicher und sturer Ideale. Am Ende sei es allein das Volk, das den Humanismus niedertritt und gewissenlos und ohne Mitgefühl handelt.[36]

4.2.  Charaktere

Die Hauptperson im Film ist Dr.Galén. Dieser ist dabei nicht nur der Held und der Repräsentant des Guten, sondern neben Frau Krog eine der wenigen Personen, die gegen den Krieg sind und dass Regime, bzw. den Marschall nicht unterstützen. Er ist daher kein Element der Anti-Nazi Propaganda. Die Hintergrundgeschichte zu dieser Figur zeigt hingegen umso mehr die politischen Spannungen, die Čapeks Stück und Haas Verfilmung hervorriefen. Im Film, wie im Theaterstück gibt es keine Anspielungen auf Antisemitismus. Auch wenn sich die pestartige weiße Krankheit, als Anspielung auf mittelalterliche Pestzustände[37], bestens dafür geeignet hätte, da man damals ebenso die Juden als Verantwortliche an den Pranger gestellt hat.

Diesen Aspekt des Naziregimes wollte Čapek sogar einbringen. So wollte er nämlich den Doktor, der das Medikament gegen die weiße Krankheit entdeckte ursprünglich Dr. Herzfeld nennen und Dr. Sigelius auf die Tatsache, dass er ein Jude sei, mit Verachtung reagieren lassen. Doch aus vermutlich politischen Gründen verwarf er diese Idee und nannte seine Hauptfigur Dr.Galén, nach dem griechischen Arzt Aelius Galenus, kurz Galen.[38] Dieser war nämlich nicht nur der persönliche Leibarzt verschiedener großer Machthaber, wie zB Marc Aurel, sondern bekam auch eine Seuche nach sich benannt, die Pest des Galen, da er sich ausführlich mit dieser beschäftigt hatte. Diese Plage habe nach Angaben von Otto Seeck sogar die halbe Bevölkerung Roms ausgerottet.[39] Galen eignete sich daher außerordentlich gut als antike Vorlage für die Hauptfigur von Bílá Nemoc und war politisch wesentlich angenehmer als eine jüdische Hauptfigur im Kampf gegen ein totalitäres Regime.

Charakterlich ist Dr.Galén wohl die stärkste Figur im Film, da er nie, auch bei unmittelbarer Todesgefahr von seinen Idealen abtritt und stur an diesen festhält. Er entscheidet sich, als wahrer Held, seine Ideale zu verlautbaren und sie nicht für sich zu behalten und bleibt, wenn auch zurückhaltend und leise, seinen Werten stets treu und gibt nicht nach. Seine Weigerung ausnahmslos alle Kranke zu heilen, sei sie auch begründet, hinterlässt ihn aber als einen Mann mit zwei Gesichtern. Er kämpft also ebenso wie der Marschall, nur eben mit anderen Waffen. Der eine tötet durch Krieg, der andere durch Unterlassung von Hilfe und beide halten an ihren Idealen fest, ohne auch nur einen Schritt zurückzuweichen. Dr.Galén bleibt also ebenso wenig als Heiliger zurück, wie der Marschall zum Teufel denunziert wird. Getreu Čapeks Menschenverständnis bleiben alle Charaktere bloße Menschen mit allen Facetten die dazugehören.

Ein weiterer wichtiger Charakter, neben dem Marschall und Dr.Galén ist Baron Krog, der Waffenproduzent des Marschalls. Dieser erkrankt kurz vor dem Marschall und ist auch derjenige der ihn auch ansteckt, da der Marschall seine Hand schüttelt. Sein Charakter ist außerdem dem des Marschalls sehr ähnlich. Bevor sie erkranken haben beide Großes vor und denken nur an den Krieg und als ihre weißen Flecken entdecken, wollen sie alles Erdenkliche tun um sich zu retten. Baron Krog ist in diesem Fall dem Ziele der Nation sogar noch treuer, da er die Waffenproduktion nicht einhalten will, obwohl dies die einzige Bedingung Dr.Galéns ist, ihn zu heilen. Um der Krankheit zu entkommen und die Rüstungsproduktion nicht stoppen zu müssen, begeht er daraufhin Selbstmord.[40]

Ursprünglich hieß die Figur sogar Baron Krüg[41], wurde jedoch schon während der Uraufführung im Nationaltheater vom Zensurbüro auf Baron Krog geändert und wurde so im Film genannt.[42] Dabei kann man aus dem Namen und dem Charakter Krügs gleich zwei Anspielungen ableiten. Einerseits eine verbale Andeutung auf „Krieg“ und andererseits könnte der Charakter eine Anspielung auf Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, dem deutschen Industriellen, der durch die hohen Anfragen Hitlers an die Rüstungsindustrie profitiert hat.[43]

Der Charakter Prof. Sigelius ist eine weitere Figur, die dem Marschall gehörig ist und nicht zögert seine Wünsche zu erfüllen. Und obwohl er selbst Mediziner ist und sich auf Dr.Galén Gewissens bezieht, als dieser sich weigert seine wohlhabenden Patienten zu heilen, hat er selbst, genauso wenig Achtung vor dem menschlichen Leben wie Baron Krog und der Marschall. Für sie sind Menschenleben nur Zahlen auf dem Papier und werden auch bloß als solche behandelt. Als Dr.Galén von Prof. Sigelius entlassen wird, sieht dieser die einzige Lösung die weiße Krankheit zu bekämpfen darin diese einzudämmen, indem man alle Erkrankten in abgeschlossene Lager steckt um diese dort sterben zu lassen. Diese Forderung erinnert sehr an Konzentrationslager und zeigt ein weiteres Mal die politische Weitsicht Čapeks.

Die weiteren Charaktere, wie die Patienten, die Journalisten oder Krogs Generalsekretär, sind ebenso dem Marschall und seinem Krieg treu ergeben. Sie stempeln Dr.Galén als naiv und dumm ab und sind der Meinung dass der Krieg die einzig richtige Lösung sei.[44] Doch keine dieser Figuren hat eine größere Stellung im Film. Sie sind eigentlich nur Einzelpersonen, die aus der Masse des verblendeten und verführten Volke entnommen wurden und nun beispielhaft für die Stimme des Volkes stehen, dass jedem Wort des Marschalls gehörig ist und seine Befehle willenlos befolgt.

4.3.  Das Volk

Somit ist das Volk sogar ein dritter Darsteller im Film. In der Masse werden tausend Stimmen zu einer und das Individuum geht verloren. Die Gewichtung des Volkes bleibt aber aufrecht, sodass dennoch weiterhin die Stimme des Volkes als die Zustimmung von Tausenden und nicht als die einer Einzelperson zählen. Das Volk spielt also auch in einem totalitären Regime eine große Rolle. Der einzige Unterschied zur Demokratie ist der, dass das Volk eines totalitären Staates nicht mehr fähig ist selbst zu entscheiden, was der Marschall selbst auch bestätigt, als er über seine weiteren Schritte und die Zukunft seines Staates nachdenkt.[45] Dadurch ist es möglich das Volk leicht zu verleiten, was den Marschall daher so mächtig macht. Seine demagogischen Mittel derer er sich bedient, nämlich Angst vor der weißen Krankheit und Nationalstolz, erfüllen daher genau ihren Zweck. Somit verführt er das Volk und verleitet es dazu genau das zu wollen, was ihm beliebt. Doch die theoretische Macht bleibt dennoch beim Volk, sodass dies die eigentliche Verantwortung über ihr eigenes Schicksal trägt. Dabei spielen nicht nur die einfachen ArbeiterInnen eine Rolle, sondern v.a. die Intellektuellen, die das Volke leiten sollen. Karel Čapek hat das Scheitern des Humanismus nicht dem Machthaber angehängt, sondern den Intellektuellen des Volkes und dem Volke selbst, denn er schreibt: „[…] Destroy the hierarchy of the intellect and you clear the way for the return of savagery. The failure of the intellectuals will make barbarians of us all.“[46] Er meint auch, dass das Gefährliche am Untergang des Humanismus und der Demokratie in Deutschland ist, dass die Intellektuellen sich gegen diese Situation nicht wehren, sondern mitmachen oder schweigen:

What happened there was nothing less than an immense betrayal by educated Germans, and it gives you a frightening idea what educated people are capable of […] This is not about helplessness on the part of the intelligentsia, rather it is about a silent – or else extremely active – complicity in the moral and political shambles of Europe today.“[47]

Hugo Haas stellt das Volk im Film sogar noch willenloser dar, da er die letzte Szene, in welcher der Marschall seinen Wunsch nach Frieden ausspricht, eingebaut hat. Noch einige Minuten zuvor hatte die Masse aus Wut und Unverständnis gegenüber Dr.Galéns Rufen: „Es lebe der Frieden! […] Nieder mit dem Krieg!“[48], diesem das Leben genommen und sich der Erlösung von der weißen Krankheit beraubt, als sie dann still und ohne übliche Zwischenrufe der Ansprache des Marschalls lauschten. In dieser verteufelte er den Krieg und lobte den Frieden und endete mit den Worten: „Es lebe der Frieden.“[49], ohne dass sich auch nur eine Person dieser Sinneswandlung, oder besser gesagt, diesem „Verrat am Vaterland“, wie man Dr.Galéns Aussagen nannte[50], widersprach. In dieser Abschlussszene sieht man also deutlich Haas‘ Interpretation von der faktischen Macht des Volkes, die nicht existent ist, da die Masse keinen eigenen Willen hat, solange sie diesen von ihrem „Führer“ nicht diktiert bekommt.

Der Anblick dieser Reaktionen, die das Volk auf die Ansprachen des Marschalls haben erinnert dabei sehr an die Videoaufnahmen des deutschen Volkes bei Hitlers Ansprachen. Diese Andeutung ist gelungen und zeichnet das Wesen der verführbaren Herde wieder. Eben dieses Paradox, dass sie eigentlich ihre eigene Zukunft in ihren Händen halten, aber durch ihre leicht zu verführende Struktur so gefährlich ist, wird auch in Dr.Galéns Todesszene veranschaulicht. In dieser Szene wird verdeutlicht welch besondere Gefahr im Fanatismus lauert, so dass Dr.Galéns Tod symbolhaft für die robinsonartige Einsamkeit seiner Ideale steht und die Warnung vor Hitler zusätzlich bestärkt.[51] Laut František Buriánek war Dr.Galéns Tod durch die fanatischen Massen sogar die eigentliche Warnung der Geschichte, die auf die Gewissen der Menschen und deren politische Verantwortung plädierte.[52]

4.4.  Ausstattung und filmische Mittel

Die gesamte filmische Umsetzung bleibt klassisch und einfach. Es werden keine außergewöhnlichen Mittel verwendet, die Szenenwechsel geschehen meist durch einfache Schwarzblenden oder simple Überblendungen und die Kameraperspektiven sind meist einfache Totalen oder Medium Shots. Umso interessanter ist hingegen die Ausstattung im Film, die sehr an Nazideutschland, und sogar an Triumph des Willens (1935)  erinnert. In der Anfangsszene bevor die Kamera über der Masse hinweg nach oben zum Balkon des Marschalls schwenkt, sieht man kurz zwei Überblendungen von marschierenden Soldaten und Reihen von stillen Flaggen[53], die an die Flaggen und Marschparade in Leni Riefenstahls Film erinnern. Auch die Gebäude, mit ihren mächtigen Säulen und breiten Flaggen und die weiten und halbleeren Innenräume ähnelten sehr der Berliner Reichskanzlei.

Die Uniformen der Soldaten und die Kleider des Marschall sind hingegen sehr neutral gehalten und unterstreichen nur den militaristischen Wunsch des Marschall nach Krieg und deuten auf keine bestimmte Nation hin. Ebenso sind die Ärzte im Krankenhaus mit einfachen weißen Kitteln bekleidet und das Volk trägt gewöhnliche Kleider, Mäntel und Anzüge, sodass man annehmen kann, dass es sich um ein europäisches Land handelt. Eine genauere Einordnung ist anhand der Kostümierung im Film leider nicht möglich und womöglich auch nicht gewünscht gewesen.

Ein wichtiges filmisches Mittel, dass Haas im Film verwendet hat, sind die dokumentarischen Aufnahmen von Kampfflugzeugen, marschierenden Soldaten und wartenden MG-Schützen, die allesamt vermutlich aus dem 1.Weltkrieg oder der Zwischenkriegszeit stammen, nicht speziell für den Film entstanden sind.[54] Diese Aufnahmen, die eventuell einer Tagesschau entstammen, visualisieren den ZuschauerInnen, dass der Krieg schon ausgebrochen ist. Haas‘ Wahl auf reale Tagesschauaufnahmen zurückzugreifen erfüllt dabei gleich zwei wichtige Elemente. Einerseits verdeutlichen sie, dass sich der Marschall selbst weit weg vom tatsächlichen Kriegsgeschehen befindet, was seine Position als Feldheer zusätzlich in Frage stellt und zweitens unterstreicht die Aktualität und Realität der Aufnahmen die akute kriegerische Bedrohung, vor welcher der Film als Ganzes warnen möchte. Dadurch dass die Aufnahmen vom Krieg, bzw. den Soldaten und den Doppeldeckern real sind, wird die Realität des Krieges also nochmals veranschaulicht.

5.    Schluss

Abschließend ist zu sagen, dass Bílá Nemoc eine der wenigen mutigen Ausnahmen in der tschechischen Vorkriegsfilmproduktion darstellt. Hugo Haas‘ Inszenierung ist dabei zwar kein filmisches Meisterwerk, aber eine sehr gut umgesetzte Verfilmung des politischen Theaterstücks von Karel Čapek. Die nationalsozialistischen Elemente, wie die Darstellung des Diktators oder seiner Gefolgsleute werden stets negativ untermalt, ohne dabei eine strikte Dichotomie von Gut und Böse zu erzeugen, sondern stattdessen vor Hitlers Regime warnt, ohne dabei zu dämonisieren oder Dr.Galén die Stellung eines Heiligen zuzuschreiben.

Dieses Hauptziel des Films, die Warnung vor den Gefahren einer totalitären Herrschaft, die sich in den umliegenden Ländern schon durchgesetzt hat und nun durch die offenkundige Kriegslust auch die noch demokratischen Länder bedroht, wird durch die realistischen und begründeten Charaktere und die Anspielungen auf Hitler und sein Gefolge, wird dabei überzeugend dargestellt und war Mitschuld an der traurigen Bilanz, die die Nazis nach ihrer Machtübernahme über die Tschechoslowakei zogen. Dieser mutige Film hat demgemäß eine wichtige Stellung als antifaschistisches Bollwerk der tschechischen Künstlergemeinschaft, allen voran Karel Čapek und Hugo Haas eingenommen und bis heute gehalten.

6.    Bibliographie

Barlaková, Šarka/ Frida, Mystet/ Kolar, Jan S., Československy Zvukovy Film 1930-1945, Praha: Libri 1965.

Bradbrook, Bohuslava R., Karel Čapek, Brighton: Sussex Academic Press 1998.

Buriánek, František (Hg.), Karel Čapek. Odkazy pokrokových osobností naší minulosti 48, Praha: Melantrich 1978.

Broz, Jaroslav; The Path of Fame of the Czechoslovak Film. A short Outline of its History from the early Beginning to the Stream of recent International Successes, Praha: Československy Filmexport Press Department 1967.

Čapek, Karel, R.U.R./Bílá Nemoc/Matka, Praha: Československý´spisovatel 5 1958.

Čapek, Karel/ Čapek, Josef, „The Cinema“, Cinema all the Time. An Anthology of Czech Film Theory and Criticism 1908 – 1939, Hg. Jaroslav Andel/ Petr Szczepanik, Praha: NFA 2008. S. 105-106; (Orig. 1910).

Čapek, Karel, „The style of the cinematograph“, Cinema all the Time. An Anthology of Czech Film Theory and Criticism 1908 – 1939, Hg. Jaroslav Andel/ Petr Szczepanik, Praha: NFA 2008. S. 105-106; (Orig. 1913).

Čapek, Karel, Válka s Mloky, Praha: Československý´spisovatel 4 1958.

Čapek, Karel/ Pick, Otto/ Schwarz, Vincy, Wie ein Theaterstück entsteht, Berlin-Schöneberg: Weiss 1966.

Černý, František (Hg.), Dějiny českého divadla IV. Činoherní divadlo v Československé republice a za nacistické okupace, Praha: Academia 1983.

Dewey, Langdon. Outline of Czechoslovakian Cinema, London: Informatics 1971.

Heiß, Gernot/ Klimeš, Ivan (Hg.), Obrazy Času. Český a Rakouský Film 30.Let. Bilder der Zeit/Tschechischer und österreichischer Film der 30er Jahre, Praha: Národní filmový ústav 2003.

Klíma, Ivan, Karel Čapek. Life and work, North Haven, Conn.: Catbird Press 2002.

Loacker, Armin/ Prucha, Martin, Unerwünschtes Kino. Der deutschsprachige Emigrantenfilm 1934 – 1937, Wien: Filmarchiv Austria 2000.

Littman, R. J./ Littman, M. L., „Galen and the Antonine Plague“, The American Journal of Philology, Vol. 94, No. 3, Herbst 1973, S. 243-255.

Národni Filmovy Archiv (Hg.), Česky Hraný Film II. 1930-1945/Czech Feature Film II. 1930-1945; Praha: Narodni Filmovy Archiv 1998.

Nugent, Frank S., „Movie Review“, New York Times 05.02.1940, 25.07.2010, http://movies. nytimes.com/movie/review?res=9E07E4D81031E43ABC4D53DFB466838B659EDE.

The Czechs in history. Hugo Haas – More than just a „foreign Ed Wood“, Regie: Coilin O’Connor, 12.04.2006 09:58, Český Rozhlas, 12.04.2006.

Karel Capek’s The White Plague still relevant 70 years after first production, Regie: Coilin O’Connor, 25.02.2010 14:35, Český Rozhlas, 25.02.2010.

Škvorecky, Josef, All the Bright Young Men and Women. A Personal History of the Czech Cinema, Montreal: Peter Martin Associates Ltd 1971.

Soukup, Jan. Der Film in der Tschechoslowakei, Praha: Orbis 1955.

Unbekannt, „Cinema: Also Showing“, Times 19.02.1940, 25.07.2010, http://www.time.com/time/ magazine/article/0,9171,763548,00.html.

7.    Filmverzeichnis

Bílá Nemoc, Regie: Hugo Haas, DVD-Video, Filmexport Home Video 2009; (Orig. CZ 1937).

Der große Diktator, Regie: Charlie Chaplin, DVD-Video, Warner Home Video 2005; (Orig. USA 1940).

Svet patrí nám, Regie: Martin Frič, CZ 1937.

Triumph des Willens, Regie: Leni Riefenstahl, D 1935.


[1] Vgl. Bohuslava R. Bradbrook, Karel Čapek, Brighton: Sussex Academic Press 1998, S. 70

[2] Vgl. František Černý (Hg.), Dějiny českého divadla IV. Činoherní divadlo v Československé republice a za nacistické okupace, Praha: Academia 1983, S.287

[3] Ivan Klíma, Karel Čapek. Life and work, North Haven, Conn.: Catbird Press 2002, S.187

[4] Karel Čapek, Válka s Mloky, Praha: Československý´spisovatel 4 1958, S.74

[5] Vgl. Klíma, Karel Čapek, S.199

[6] Klíma, Karel Čapek, S.210f

[7] Karel Čapek, R.U.R./Bílá Nemoc/Matka, Praha: Československý´spisovatel 5 1958, S.97

[8] Vgl. Klíma, Karel Čapek, S.214f

[9] Vgl. Čapek, R.U.R./Bílá Nemoc/Matka, S.259

[10] Karel Čapek / Josef Čapek, „The Cinema“, Cinema all the Time. An Anthology of Czech Film Theory and Criticism 1908 – 1939, Hg. Jaroslav Andel/ Petr Szczepanik, Praha: NFA 2008. S. 105-106, S.105; (Orig. 1910)

[11] Ibid., S.106

[12] Vgl. František Buriánek (Hg.), Karel Čapek. Odkazy pokrokových osobností naší minulosti 48, Praha: Melantrich 1978, S.124

[13] Vgl. Klíma, Karel Čapek, S.236

[14] Vgl. The Czechs in history. Hugo Haas – More than just a „foreign Ed Wood“, Regie: Coilin O’Connor, 12.04.2006 09:58, Český Rozhlas, 12.04.2006

[15] Vgl. Černý (Hg.), Dějiny českého divadla IV, S. 335

[16] Vgl. Národni Filmovy Archiv (Hg.), Česky Hraný Film II. 1930-1945/Czech Feature Film II. 1930-1945; Praha: Narodni Filmovy Archiv 1998, S.42

[17] Vgl. Frank S. Nugent, „Movie Review“, New York Times 05.02.1940, 25.07.2010, http://movies.nytimes.com/movie/review?res=9E07E4D81031E43ABC4D53DFB466838B659EDE

[18] Unbekannt, „Cinema: Also Showing“, Times 19.02.1940, 25.07.2010, http://www.time.com/time/ magazine/article/0,9171,763548,00.html

[19] Vgl. Josef Škvorecky, All the Bright Young Men and Women. A Personal History of the Czech Cinema, Montreal: Peter Martin Associates Ltd 1971, S.19

[20] Vgl. Nugent, „Movie Review“

[21] s.Čapek, R.U.R./Bílá Nemoc/Matka, S.147f und S.173ff

[22] Bílá Nemoc, Regie: Hugo Haas, DVD-Video, Filmexport Home Video 2009, 1:43; (Orig. CZ 1937)

[23] Čapek, R.U.R./Bílá Nemoc/Matka, S.176

[24] Vgl.

[25] Čapek, R.U.R./Bílá Nemoc/Matka, S.99

[26] Klíma, Karel Čapek, S.257

[27] Vgl. Ibid.

[28] Vgl. Bílá Nemoc, 0:02f.

[29] Vgl….

[30] Vgl Buriánek (Hg.), Karel Čapek, S.186

[31] Vgl. Bílá Nemoc, 1:00

[32] Vgl. Ibid., 1:06ff

[33] Vgl. Ibid., 1:34

[34] Vgl. Ibid., 1:39ff

[35] Vgl. Der große Diktator, Regie: Charlie Chaplin, DVD-Video, Warner Home Video 2005, 1:58ff; (Orig. USA 1940)

[36] Vgl. Buriánek (Hg.), Karel Čapek, S.124.

[37] Vgl.

[38] Vgl. Klíma, Karel Čapek, S.257.

[39] Vgl. Littman, R. J./ Littman, M. L., „Galen and the Antonine Plague“, The American Journal of Philology, Vol. 94, No. 3, Herbst 1973, S. 243-255; S. 245

[40] Vgl. Bílá Nemoc, 1:16

[41] s. Čapek, R.U.R./Bílá Nemoc/Matka

[42] Vgl. Klíma, Karel Čapek, S.257

[43] Vgl. Bradbrook, Karel Čapek, S.67

[44] Vgl. Bílá Nemoc, 0:10

[45] Vgl. Bílá Nemoc, 1:31

[46] Klíma, Karel Čapek, S.255

[47] Klíma, Karel Čapek, S.255

[48] Bílá Nemoc, 1:34

[49] Ibid., 1:42

[50] Vgl. Ibid., 1:36

[51] Vgl. Čapek, R.U.R./Bílá Nemoc/Matka, S.258

[52] Vgl. Buriánek (Hg.), Karel Čapek, S.112

[53] Vgl. Bílá Nemoc, 0:02

[54] Vgl. Ibid., 1:17.

Werbeanzeigen